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AngelAnni „Mit Anni angelt es sich schöner“

AngelAnni „Mit Anni angelt es sich schöner!“  Eine Erfolgsgeschichte

AngelAnni ist mittlerweile in der Angelszene als Junganglerin recht bekannt. Auch auf den einschlägigen Anglermessen ist sie oft zu sehen. Dieser Blogbeitrag widmet sich dieser jungen Anglerin aus Schleswig- Holstein.

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Da sich in den letzten Jahren sehr viel in der Angelei verändert hat, interessieren sich immer mehr Frauen in Deutschland für dieses Hobby. Es ist längst nicht mehr nur eine reine Freizeitbeschäftigung für Männer. Der Angelsport erfreut sich seit einiger Zeit an stetigem Zuwachs von aufgeweckten Mädels, die ihrer männlichen Konkurrenz in nichts nachstehen. So auch AngelAnni.

Doch warum ist das gerade im Angelsport der Fall?

Es ist die Liebe zur Natur. Warum sollte man einfach nur spazieren gehen, wenn man auch die Möglichkeit hat am Wasser unterwegs sein und die Chance auf einen guten Fang? Diese Frage hat sich auch AngelAnni gestellt.

Es ist die Ruhe am Wasser, den Wind im Gesicht zu haben und zu beobachten. Dabei dient der Angelsport längst nicht mehr nur als reine Flucht aus dem Alltag.

Natürlich gibt es auch „Schneidertage“. (Ein Schneider d.Red. ist ein Sportfischer, der keine Fänge erzielt hat). Hier gilt immer der Leitspruch:

„Jeder Tag ist Angeltag, aber nicht unbedingt Fischtag.“

Damit hat jeder junge wie auch eingesessene Angler zu kämpfen und wer gewinnen will, muss erst das Verlieren lernen. Es ist auch das Bestreben, sich verschiedene Angeltechniken zeigen zu lassen und fortwährend zu lernen.

Hier geht's zu ihrem YouTube Kanal

 

Anni auf Facebook folgen

AngelAnni stellt somit ein Vorbild für den Zuwachs von Sportfischerinnen dar und dokumentiert ihre Erfahrungen in vielen Videos.

In einem kurzen Interview haben wir ihr unsere brennenden Fragen gestellt:

Anni, diese Frage wurde Dir sicher schon häufig gestellt und interessiert die ganze Anglerszene Deutschlands. Frauen wie Dich findet man sonst eigentlich nur auf dem Tennisplatz… Wie bist Du zum Angeln gekommen?

Ja, das stimmt (lacht)! Das ist immer die erste Frage, die ich beantworten soll.

Als ich noch ein kleines Kind war, ist mein Vater oft mit meinen Brüdern zum Angeln gefahren. – Hat mich als Mädchen aber nie mitgenommen weil das nicht üblich war.

In 2014 dann, war ich mit einigen Kumpels zum Brandungsangeln unterwegs und habe einfach dabei gesessen. Auch der gefangene Fisch wurde filetiert und gegrillt.angelanni-4

 

Irgendwann schlug die Spitze der Brandungsrute wieder aus und ein Kumpel sagte:“ Hol‘ den Fisch mal raus.“ – Mein erster Kontakt zum Fisch war also mit einer schweren Brandungsrute.

Es war ein kleiner Dorsch. Da ich aber die Montage nicht selbst ausgelegt hatte, zähle ich diesen Fisch nicht als meinen „Ersten“. Aber in diesem Moment war ich Feuer und Flamme für das Angeln und wollte natürlich auch alles darüber lernen.

Immerhin ein kleiner Dorsch zum Anfang. Und dann sofort die Sportfischerprüfung gemacht?

Nicht direkt. Ich bin danach in ein Angelgeschäft gegangen und wollte mich beraten lassen oder besser gesagt wissen, welche Angel ich brauche. Der Verkäufer hat dann gesehen, dass eine junge Frau mit null Ahnung in den Laden kommt und witterte seine große Chance, mir einfach alles andrehen zu können.angelanni-2

Ich wurde direkt in ein Verkaufsgespräch verwickelt. Das kam mir höchst seltsam vor und habe daraufhin beschlossen, zuerst die Prüfung zu machen. Vor allem auch darum, zu wissen, welche Angel ich für welchen Fisch brauche.

Hast Du die Prüfung beim ersten Anlauf bestanden? Und war es schwer?

Hier in Schleswig- Holstein muss man nur eine theoretische Prüfung ablegen. Das war nicht schwer, weil man alles im Vorfeld lernen kann. Und ja, die Sportfischerprüfung habe ich direkt beim ersten Anlauf bestanden.

Danach bist Du sicher direkt an Wasser, oder?

Nicht ganz. Ich hatte jetzt zwar den Angelschein in der Tasche, aber keinerlei praktische Erfahrung. Das brachte mich auf die Idee, mir das Angeln von erfahrenen Sportfischern richtig zeigen und erklären zu lassen. Das ist eine ganze Menge, aber ich habe tolle Hilfe von erfahrenen Anglern.angelanni-5

 

Es gibt ja einige Angelvideos von Dir auf YouTube. Was war der Ansporn dafür?

Also zunächst muss ich betonen, dass ich fast alle Videos selbst filme und anschließend am Rechner zusammenschneide. Es kommt wirklich selten vor, dass ich einen Kameramann dabei habe. Ich mache Videos wie ich das Angeln lerne, so können andere mit mir lernen.

Das finden wir cool! – Stichwort Natur. Es ist ja nicht immer schönes Wetter…?

Ich fahre auch bei Regenwetter und wenn es kalt ist zum Angeln. Da muss jeder Angler durch.

Stimmt. Wie bist Du auf Dein Logo, den Rosa Zwillingshaken gekommen?

Ich wollte etwas eigenes machen, ein eigenes Design und dazu auch ein ganz bestimmtes Wiedererkennungszeichen, was mich von allen anderen unterscheidet.Darum habe ich ein eigenes Logo entworfen.angelanni-6

Das Logo bildet ein großes A. Rosa, klar, ist die Farbe der Mädels.

Nicht schlecht. Wird es irgendwann auch eine eigene Angelmarke von dir geben? Also Ruten, Bekleidung, Kunstköder (Baits) etc.?

Bei den Ruten muss ich erst noch mein Wissen erweitern, um sie mit entwickeln zu können.

Aber bei der Kleidung ist schon etwas in Arbeit. Lasst euch überraschen…

Darauf sind wir sehr gespannt. Was hast Du nächstes Jahr geplant? Angelreisen ins Ausland?

Ja, Angelreisen sind auf jeden Fall geplant, unter anderem im Juli nach Norwegen, dann nach Italien im Mai für 1 Woche in die Wallerklinik und nach Spanien im November, zu Guiden. Ich freue mich vor allem darauf, dort neue Erfahrungen zu sammeln.

Grandios! Abschließend eine letzte Frage. Wo siehst Du dich in 5 Jahren?

Ich möchte Kinder und Jugendliche weg vom Fernseher holen und ihnen das Angeln beibringen. Denn es ist doch sehr schade, dass die Jugend heute den halben Tag damit verbringt, auf das Handy zu starren bzw. sich vom Fernseher entertainen lässt. Man sieht es an allen Ecken.

Es ist total wichtig, dass gerade jungen Menschen einen größeren Wissensschatz mit auf den Weg kriegen, als nur mit einer Fernbedienung umgehen zu können oder zu wissen, wie man auf Facebook einen Beitrag teilt. Ich finde es schade, dass in dieser Hinsicht nicht viel mehr getan wird. Beim Angeln kann alles möglich sein. Es ist ein ständiger Lernprozess und das Wichtigste daran ist, dass die Kinder und Jugendlichen draussen in der Natur sind.

Das war ein klasse Schlusswort.

Anni, wir danken Dir für dieses Gespräch und verfolgen Deinen Werdegang mit großem Interesse.

Wir wünschen Dir allzeit viel Petri heil!

 

 

 

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